Das Dominion

Das Dominion ist die vorherrschende Großmacht im Gamma-Quadranten der Milchstraße. Seine Anfänge fand es vor rund 10.000 Jahren, in seiner heutigen Form existiert es seit rund 2.000 Jahren. Sein Raum erstreckt sich über tausende Lichtjahre und umfasst hunderte Völker, die zwangsweise an das Dominion angegliedert wurden. Mit Ausnahme der Niederlage im sog. Dominionkrieg der 2370er, bei dem die Invasion des Dominions in den Alpha-Quadranten durch eine Koalition aus Föderation, Klingonen und Romulanern zurückgeschlagen wurde, hat das Dominion in seiner gesamten Geschichte keinen Konflikt verloren.

 

Gründer

Die Gründer, auch Formwandler genannt, sind eine einmalige Spezies innerhalb der Milchstraße. In ihrem natürlichen Zustand existieren sie in Form einer golden-bronzenen Flüssigkeit. Sie leben in einer großen Gemeinschaft, bezeichnet als „Die große Verbindung“, wobei sämtliche Gründer miteinander fusionieren und eine Einheit bilden. Zwar können sie sich in einzelne Indivuduen abspalten, doch ist in ihnen der biologische Imperativ verankert, Teil der Verbindung zu sein, weshalb sie ihre individuellen Formen nur bedarfsweise einnehmen. Sie können feste Formen nachbilden, von Steinen über Tiere bis hin zu komplexen Humanoiden, die nicht vom Original zu unterscheiden sind. Es wurde beobachtet, dass die Gründer nach Annahme der Form eines Humanoiden über ihr gesamtes Wissen verfügen. Dadurch sind sie in der Lage, selbst enge Vertraute der „kopierten“ Person zu täuschen. Wie sie dies vollbringen, ist bis heute unklar, doch erscheint eine telephatische Komponente wahrscheinlich. Entsprechende Fähigkeiten wurden in den 2370ern beobachtet, als ein Formwandler (Odo) unbewusst und ohne Körperkontakt eine telephatische Verbindung zu mehreren Sternenflottenoffizieren aufnahm und ihren Verstand in einer kleinen Form der großen Verbindung einschloß.

Auffällig ist, dass die Gründer eine tiefgründige Abneigung bis hin zum fanatischen Hass gegenüber soliden Humanoiden (sog. Solids) pflegen. Dieser wurde von ihnen stets damit begründet, dass sie von Solids in der Vergangenheit stets schlecht behandelt, gefürchtet, abgeschlachtet oder verfolgt wurden. Der Wahrheitsgehalt dieser Behauptung ist unklar. Als 2375 Odo (ein Formwandler im Dienste der Bajoraner) zur großen Verbindung zurückkehrte, war es seine Hoffnung, diesen Hass beseitigen zu können. Ob er Erfolg in seinem Unterfangen hatte ist bis heute unbekannt.

Über die Vorgeschichte der Gründer ist nichts bekannt, außer dass sie vor Milliarden Jahren selbst solide Humanoiden waren und sich im Verlauf ihrer Geschichte weiterentwickelten. Einige Wissenschaftler der Föderation vermuten, dass sie Abkömmlinge der Urhumanoiden sind, die vor 4.5 Milliarden Jahren die Milchstraße beherrschten und anders als die heutigen Dreyaner, welche in Messer 82 beheimatet sind, in der Milchstraße verblieben, als sich ihre Spezies zu anderen Galaxien aufmachten.

 

Vorta

Die Vorta nehmen innerhalb des Dominions die Rolle der Administratoren, Befehlshaber, Wissenschaftler und Diplomaten ein. Sie sind fungieren als Repräsentaten der Gründer bei der Interaktion mit anderen Spezies und den Jem’Hadar.

Wie die Jem’Hadar wurden die Vorta von den Gründern genetisch modifiziert, um ihnen gegenüber absolut loyal zu sein. Zwar existieren männliche und weibliche Vorta, doch pflanzen sie sich nicht auf natürliche Art fort. Stattdessen werden sie nach dem Ableben geklont und verfügen über das kummulative Wissen ihrer Vorgänger. Mittels Gentechnik wurden sie so modifiziert, dass sie ihre Rollen perfekt wahrnehmen können: Sie sind ausgesprochen intelligent, empathisch und verfügen über die notwendigen Fähigkeiten, um das Dominion im Namen der Gründer verwalten zu können. Unter anderem sind sie immun gegen die meisten Gifte. Im Gegenzug wurden Fähigkeiten und Sinne abgeschwächt, die für ihre Aufgabenerfüllung nicht notwendig sind. So haben sie z.B. keine gute Sehkraft und keinen Sinn für Ästhetik oder Geschmack, dafür aber ein ausgesprochen gutes Gehör. Vereinzelte Vorta haben zudem telekinetische Fähigkeiten, können z.B. Energiestöße abgeben, die ihre Feinde von den Füßen „hauen“.

Gemäss ihrer Ursprungslegende waren sie einst eine affenartige Spezies, die von den Gründern als „Bedienstete“ rekrutiert wurden, nachdem sie einen Gründer vor gewalttätigen Humanoiden beschützt haben. Dieser Glaube ist fest in ihnen verankert, sie betrachten die Gründer als Götter, die sie von einfachen Affen zu einer der fortschrittlichsten Spezies der Galaxis weiterentwickelt hätten. Sie betrachten sich selbst als Individuen und bezeichnen frühere Klone als ihre „Vorgänger“. Ernähren tun sie sich vor allem von Kavanüssen und Rippelbeeren, die der Legende nach das Hauptnahrungsmittel ihrer „affenartigen Vorläufer“ waren und sie heute noch an ihre Vergangenheit erinnern sollen. Und daran, was sie den Gründern alles zu verdanken haben.

 

Jem’Hadar

Die Jem’Hadar sind eine genetisch hergestellte, reptilianisch-humanoide Spezies und stellen die Soldaten des Dominons dar.

Biologische Eigenschaften

Die Jem’Hadar werden in speziellen Brutstätten gezüchtet, sind alle männlichem Geschlechts und reifen innerhalb von 3 Tagen zu erwachsenen Individuen heran. In ihrem genetischen Code integriert ist dabei das gesamte Wissen, das sie benötigen, um in den Kampf geschickt zu werden. Zusätzlich wurde ein tiefer, unerschütterlicher Glauben an die Gründer einprogrammiert, wodurch sie ihnen gegenüber absolut loyal sind. Der einzige Zweck ihrer Existenz ist es als Soldaten des Dominions zu kämpfen, wobei sie weder über wissenschaftliche noch medizinische Fähigkeiten verfügen (dies wird von den Vorta übernommen). Körperlich sind sie extrem widerstandsfähig: Ihre schuppige Haut ist sehr fest und kann stumpfen Traumata, z.B. durch Faustschläge oder Tritte, gut widerstehen. Sie verfügen über mindestens die doppelte Muskelkraft eines gut trainierten, menschlichen Mannes. Ihre Sicht und das Gehör gelten als ausgezeichnet. Sie sind gegen die meisten chemischen und biologischen Kampfstoffe immun und gegenüber Betäubungsschüssen aus Phasern resistent. Nebst all diesen Fähigkeiten verfügen sie über die Möglichkeit, sich selbst zu tarnen, was sie sowohl vor den Blicken ihrer Feinde schützt, als auch vor den meisten konventionellen Feldscannern (u.a. Tricordern). Schlaf sowie körperliche Entspannung werden von den Jem’Hadar weder benötigt noch p

Um die Jem’Hadar über ihre genetische Programmierung hinaus loyal zu halten, werden sie mit einer Substanz namens „Ketracel-White“ versorgt. Dabei handelt es sich sowohl um die einzige Nahrung, die Jem’Hadar konsumieren, als auch um eine Droge. Nach nur wenigen Stunden ohne das „White“ erleiden sie schwere Entzugserscheinungen, eine Entwöhnung ist nicht möglich. Ferner setzen aufgrund des Mangels an Nährstoffen die Körperfunktionen innerhalb weniger Tage aus. Das White wird in kleinen „Phiolen“ gelagert und transportiert sowie über einen kleinen Schlach, der in die linke große Halsvene führt, automatisch über den Tag verabreicht. Die Verteilung des White erfolgt im Rahmen eines festen Rituals täglich durch die Vorta, die Verabreichung obliegt den Jem’Hadar selbst

Ihre Lebenserwartung ist auf 30 Jahre limitiert, wobei die wenigsten Jem’Hadar aufgrund ihrer Kampfeinsätze älter als 20 Jahre werden.

Kultur und Struktur

Die Jem’Hadar werden mit einem festen Glaubenssystem erschaffen. Sie sind den Gründern und dem Dominion gegenüber absolut loyal. Zwar sind sie den Vorta unterstellt und zum Gehorsam verpflichtet, doch wurde bei mehreren Gelegenheiten beobachtet, dass sie unehrenhafte, gegen die Interessen des Dominions agierende Vorta exekutiert haben. Sie folgen in ihrem Handeln einem einfachen Grundsatz: „Gehorsam bringt den Sieg und Siegen heißt Leben“.

Ferner verfügen die Jem’Hadar über einen großen Stolz und ein ausgeprägtes Ehrgefühl. Sie erachten andere Spezies als unterlegen und respektieren ausschließlich ebenbürtige Gegner. Die einzige Spezies im Alpha-Quadranten, denen gegenüber die Jem’Hadar Respekt geäußert haben, sind die Klingonen und Breen.

Die Rangordnung innerhalb einer Jem’Hadar-Einheit ist klar geregelt. Der erfahrenste und älteste Jem’Hadar einer Einheit wird als Erster bezeichnet und führt die Gruppe an. Sein Stellvertreter ist der Zweite,von da an wird abwärts nummeriert. Zwar haben die Jem’Hadar Namen, diese haben für sie jedoch keine große Bedeutung, da ihre Bezeichnung innerhalb der Gruppe die größte Relevanz hat.

 

Waffen

Die Waffen der Jem’Hadar basieren auf Phasenpolaronentechnologie, die diverse Vorteile gegenüber konventionellen Phasern und Disruptoren bieten. Einerseits sind die Phasenpolaronstrahler extrem leistungsfähig und erlauben es selbst den kleinen Angriffsschiffen der Jem’Hadar mit deutlich größeren Raumschiffen zu konkurrieren. Andererseits sind sie dazu in der Lage, konventionelle Schutzschilde und Kraftfelder zu durchdringen, da sie temporär in der Phase verschoben und nach Durchdringen der Schilde in den Normalraum zurück überführt werden. Zwar gelang es der Sternenflotte während des Dominionkrieges, ihre Schutzschilde so zu modifizieren, dass der Penetrationseffekt reduziert wird. Doch verblieben ihre Deflektoren bis zuletzt weitaus ineffektiver gegen Polaronwaffen als sie es gegenüber Phasern und Disruptoren sind.

Polarontorpedos wiederum können Schutzschilde nicht durchdringen. Sie wurden so entwickelt, dass sie die Aussenhülle eines Raumschiffes durchschlagen und die enthaltene Polaronenergie nicht gerichtet, sondern im Inneren eines Schiffes omnidirektional freisetzen. Die Explosion führt zwar zu weniger direkten Schäden als ein Photonentorpedo, die freiwerdende Energiewelle kann jedoch je nach Einschlagsort die Schiffssysteme stören bis ausser Funktion setzen.

Auch die Handfeuerwaffen der Jem’Hadar basieren auf dieser Technologie. Dadurch können die Polaronstrahlen Personenkraftfelder durchdringen und machen persönliche Schutzschilde nutzlos. Ferner transportieren die Energiestrahlen der Jem’Hadar-Gewehre Substanzen in den Körper des Opfers, durch die die Blutgerinnung ausgeschaltet und die Wanddurchlässigkeit der Blutgefäße erhöht wird. Die Folge ist, dass getroffene Opfer innerhalb von Stunden an inneren Blutungen versterben, selbst wenn der Treffer sie nicht umgebracht haben sollte. Konventionelle blutstillende Massnahmen sind wirkungslos. Die einige bekannte Therapie erfordert eine komplette Filterung bzw. Austausch des Blutes.